Der Poesie-Pfad - Die aktuellen Texte
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Zum Winterbeginn 2011 finden sich ab 16.12.2011 wieder andere Texte auf dem Poesie-Pfad (wie Sie wissen erfolgt der Wechsel immer
mit dem kalendarischen Wechsel der Jahreszeiten). Das Thema im Winter: VOM SCHAUKELN DER DINGE |
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Das verbindende Symbol unserer Textauswahl ist Goethes "Stein des Guten Glücks"
Der "Stein des Guten Glücks" oder "Altar der Agathe Tyche" - so heißt das Denkmal mit den einfachen Formen
(eine Kugel, die auf einem mächtigen Quader sitzt), das Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1777 in den Ilmwiesen zu Weimar
als Geburtstagsgeschenk für Charlotte von Stein setzen ließ. Eine "Seelenfreundin", die auf sein schwankendes, unruhiges
Temperament einen besänftigenden, mäßigenden Einfluß ausübte. Die ihn (der sich fühlte "wie ein Ball, den eine Stunde der
anderen zuwirft") zur Ruhe und Klarheit anhielt. Es sollte ihn täglich an das erinnern, was ihm Charlotte von Stein vermittelt hatte: "Dieser schöne Begriff von Macht und Schranken, von Willkür / Und Gesetz, von Freiheit und Maß, von beweglicher Ordnung, Vorzug und Mangel erfreue dich hoch". Das Denkmal wird ihm zum Stabilistator. Seine Bedeutung erklärt sich durch die Widmung an "Agathe Tyche", die Göttin des Zufalls (in der Antike häufig Beschützerin des Glücks einer Stadt). Die Formensprache geht auf Sinnbilder zurück: Der solide, steinerne Block verkörpert Stabilität und Beständigkeit. Die Kugel dagegen symbolisiert den Bereich des launischen Glücks, der Labilität, der ruhelosen Bewegung. In der Kombination dieser beiden Elemente heben sie sich nicht gegenseitig auf, sondern sie verstärken einander und erzeugen so eine neue - doppelsinnige - inhaltliche Aussage. Die einander widerstrebenden Kräfte streben jetzt nach Ausgleich. (Quelle: Dr. phil. Karen Michels, Hamburg) |
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Goethe - Dauer im Wechsel |
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als Buch erschienen. Das Buch ist noch in wenigen Exemplaren im Buchhandel sowie bei der Literarischen Gesellschaft Arnsberg erhältlich.
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